Hauptinhalt

Netzwerkarbeit

Arbeitsgruppen und Netzwerke

Netzwerk aus Menschen

Die Koordinierungsstelle Medienbildung (KSM) unterstützt seit 2019 die Netzwerkarbeit in der Medienbildungslandschaft in Sachsen. Zu ihren Hauptaufgaben gehört es medienpädagogische Angebote in Sachsen sichtbar zu machen sowie außerschulische Akteurinnen und Akteure zu vernetzen.

Wichtig für eine Weiterentwicklung und Stärkung der außerschulischen Medienbildung in Sachsen sind Vernetzungstreffen, Arbeitsgruppen und Fachtage. Die KSM organisiert und koordiniert diese mit Partnerinnen und Partnern.

Vernetzungstreffen und Arbeitsgruppen sollen dazu dienen über den Tellerrand zu schauen, best-practice Projekte vorzustellen, Synergieeffekte und im besten Falle Ressourcen zu schaffen.

Im Folgenden finden Sie von der KSM initiierte Arbeitsgruppen, Vernetzungstreffen und Netzwerke, die in Sachsen im Bereich der Medienbildung arbeiten. Die hier aufgeführten Arbeitsgruppen und Vernetzungstreffen werden über die KSM organisiert. In den Netzwerken »Netzwerk Medienbildung Dresden« (NMBD) und »Netzwerk Medienpädagogik Sachsen« sind wir als Unterstützerin und Mitglied präsent.

Sie können sich gerne zu den Arbeitsgruppen oder/und Vernetzungstreffen anmelden. Eine kurze Mail an info@ksm-sachsen.de reicht aus und wir melden uns zurück mit näheren Informationen.

Zur neuen Arbeitsgruppe der KSM

Kurz zur Ausgangssituation

Das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) wurde 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet und vereint 17 Ziele in einem Bildungskonzept, welche zu einer Bildung beitragen sollen die globalen Nachhaltigkeitsziele umzusetzen. Das Bildungskonzept fördert nachhaltiges Denken und Handeln und soll Bürgerinnen und Bürger zur Mitgestaltung aktivieren.

In der Sächsischen Landestrategie Bildung für Nachhaltige Entwicklung wurden 2018 Anstöße und Orientierungen gegeben, Bildung in Sachsen in den Kontext nachhaltiger Entwicklung zu setzen.

Die Verbindung von Medienbildung und BNE

Wir sehen einen Bedarf und viel Potential in der Verbindung der beiden Bildungsbereiche Medienbildung und BNE. Derzeit gibt es bundesweit einige Träger und Einrichtungen, welche die Potentiale und Synergien nutzen und gezielt Projekte in Verbindung mit diesen beiden Bildungsbereichen durchführen. Infolgedessen haben wir uns dieser Aufgabe angenommen und erstmals ermittelt, ob eine potentielle Nachfrage in Sachsen existiert. In verschiedenen Netzwerken haben wir unsere Idee der AG Medienbildung und BNE vorgestellt und sind auf viel Anklang gestoßen. Am 10. Mai 2021 fand das Kick-Off Treffen im virtuellen Raum statt. Hier haben sich Akteurinnen und Akteure der BNE und Medienbildung in Sachsen getroffen und Ziele für die Arbeitsgruppe festgelegt.
Es ist uns ein Anliegen diesen Bereich in Sachsen zu stärken. Zum einen gibt es einige erfolgreiche und beispielhafte Projekte, die als Ideengeber für andere wirken. Zum anderen möchten wir einen Raum schaffen, in dem neue Ideen und Kooperationen entwickelt und weitergesponnen werden.

Treffen und Ziele

Ein erstes offizielles Treffen der Arbeitsgruppe fand schließlich am 8. Juni 2021 statt. 

Ziele der AG Medienbildung und BNE:

  • Akteurinnen und Akteure der Medienbildung und Akteurinnen und Akteure BNE vernetzen
  • Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer organisieren
  • Kritische Reflektion in der Medienbildung in Bezug auf BNE-Themen anregen
  • Potentiale der Verbindung von BNE und Medienbildung in Sachsen sichtbar machen
  • Bestehende Projekte in Sachsen sichtbar machen und Ideenpool entwickeln
  • Inhaltliche und konzeptionelle Synergien ermitteln in den Konzepten der Medienbildung und BNE    

Wie kann ich mich anmelden?

Wir suchen nach weiteren Interessierten, vor allem aus dem Bereich der Medienbildung. Schreiben Sie uns gern eine E-Mail an info@ksm-sachsen.de.

 

Zur Arbeit der Arbeitsgruppe »Hate Speech«

Kurz zur Ausgangssituation

Mit Hate Speech sind Hasskommentare oder auch Hassreden gemeint, im Internet und vor allem in den sozialen Netzwerken. In der bundesweiten Studie »#Hass im Netz: Der schleichende Angriff auf unsere Demokratie« aus dem Jahr 2019 (von Campact e.V., durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut YouGov und ausgewertet vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft) heißt es:

»Etwa jede*r zehnte Bürger*in war schon einmal persönlich von Hasskommentaren im Netz betroffen. Diese Zahlen sind vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen signifikant höher: 17 Prozent der 18- bis 24-Jährigen berichten von persönlichen Erfahrungen mit Hate Speech.«

Anfang Juni 2020 hat die Seite netzpolitik.org e.V. veröffentlicht, dass Gegenrede helfen kann, um Hasskommentaren entgegenzuwirken. Es heißt genau: »Eine neue Studie deutet darauf hin, dass organisierte Gegenrede tatsächlich ein wirksames Mittel gegen Hass im Netz sein könnte.«

Zu genau dem Thema »Gegenrede I Counterspeech« fand am 28. Februar 2020 der erste Aktionstag in Sachsen auf Initiative der Koordinierungsstelle Medienbildung (KSM) statt, in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung (SLpB). Daraus entstanden ist die Idee eine Arbeitsgruppe »Hate Speech« aufzubauen.

Treffen und Ziele

Am 2. Juli 2020 haben sich zum ersten Treffen verschiedene Institutionen zur AG »Hate Speech« getroffen, online per Videokonferenz. Dabei wurden erste Zielsetzungen gesammelt:

Zielsetzungen der AG »Hate Speech«

  • Erarbeitung von Empfehlungen, wie man mit Hate Speech umgehen kann
  • Entwicklung von Weiterbildungen und von ersten Maßnahmen
  • Aufruf zu Aktionen der Gegenrede
  • Vernetzung der Akteurinnen und Akteure
  • Die konkrete Verweisberatung
  • Aufklärung über rechte Gruppierungen
  • Austausch über Erfahrungen mit Hate Speech: Wem begegnet man, was sind die Inhalte? Was an Counter Speech funktioniert evtl. (unter welchen Umständen)?
  • Austausch über aktuelle Themen in Sachsen
  • Öffentliche Stellungnahmen

Es wurde sich darüber ausgetauscht, welche Aktionen und Projekte es bereits in Sachsen gibt, durchgeführt von den teilnehmenden Institutionen. Großer Bedarf wird darin gesehen sich auszutauschen: Wie kann man auf Hate Speech reagieren? Es bedarf einer gemeinsamen Kommunikation über Beispiele guter Praxis und eine gegenseitige Beratung, wie man am besten in welchen Situationen auf Hate Speech reagieren kann. Ein Bedarf wird ganz stark bei Jugendlichen gesehen, die gute Umgangsformen mit Hate Speech suchen. Ferner benötigen Ehrenamtliche, die z. B. Vereinsseiten betreuen, und auch Erwachsene allgemein, Unterstützung im Umgang mit Hate Speech.

Beim 2. Treffen am 15. Oktober 2020 wurden die Ziele nochmals beschlossen und auf folgende Ziele konzentriert:

  • Erarbeitung von Empfehlungen
  • Aufruf zu Aktionen der Gegenrede
  • Bedarfsanalyse
  • Liste an Akteurinnen und Akteure
  • Stellungnahmen
  • Vernetzung
  • Erfahrungsaustausch

Das weitere Vorgehen wurde beschlossen: Erstellen einer Bedarfsanalyse und Darstellung der Projektanbieterinnen und Projektanbieter. Hierzu hat sich die KSM bereit erklärt, eine passende Plattform zu finden und aufzubauen. Es soll dabei unterschieden werden zwischen

  • Zielgruppen
  • Prävention, Intervention und Beratung
  • Privatperson und Unternehmen, Interessensvereinigung

Das vorletzte Treffen fand am 4. März 2021 statt. Eine erste Bedarfsanalyse hat ergeben, dass Lücken bei Materialien für außerschulische Zielgruppen existieren, für die Erwachsenenbildung und für Unternehmen, Geflüchtete und Migrantinnen sowie Migranten und Menschen mit Beeinträchtigungen. Im Folgenden sind die Informationen auszuwerten und weitere Ansprechpartnerinnen sowie Ansprechpartner zu finden und zu vernetzen. 

Aktueller Stand

Beim letzten Treffen am 28. Juni 2021 konnten wir den Fachtag »Gegen Hass im Netz. Digitale Zivilcourage - Bildung - Beratung - Strafverfolgung« auswerten. Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung veranstaltete am 1. Juni 2021 einen Onlinefachtag in Kooperation mit: 

  • der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie e.V. ( RAA Sachsen e. V.)
  • der Landeskoordinierungsstelle vom Demokratie-Zentrum Sachsen
  • und uns, der Koordinierungsstelle Medienbildung (KSM) in Sachsen

Dadurch haben wir zum einen neue Mitglieder gewinnen und zum anderen feststellen können, dass es schon viele Akteurinnen und Akteure in Sachsen gibt, die Projekte für das Thema anbieten. Nur braucht es eine Koordination, ein Netzwerk wie unseres, welches eine konkrete Verweisberatung anbieten kann. Daher haben wir bei diesem Treffen Ende Juni beschlossen die AG neu zu strukturieren und das Netzwerk weiter auszubauen. Wir wollen kleinere AGs gründen, die an Kampagnen, Verweisberatungen u.v.m. arbeiten werden. Beim nächsten Treffen im Oktober wird diese Idee weiterverfolgt.

Wie kann ich mich anmelden?

Wann das nächste Treffen stattfindet, teilen wir Ihnen gerne mit. Melden Sie sich dazu bei uns. Die KSM ist erreichbar unter der Mailadresse info@ksm-sachsen.de oder telefonisch unter 0176/16279075.

Vernetzung in Nordsachsen

Warum ist Vernetzung so wichtig?

Es kann nicht oft genug gesagt werden: Es braucht starke Netzwerke, lokale Netzwerke. Allein schafft man es nicht, die Medienbildung und damit die Medienkompetenz zu fördern bei allen Zielgruppen. Es braucht starke Partnerinnen und Partner.

Deshalb sind wir tatkräftig dabei Vernetzungstreffen in Sachsen zu etablieren.

Seit 2020 organisiert die Koordinierungsstelle Medienbildung (KSM) quartalsweise ein Vernetzungstreffen für den Landkreis Nordsachsen. Hiermit schaffen wir eine Plattform des Austausches, unterstützen Kooperationen und möchten die Medienbildung in diesem Landkreis stärken. Das Vernetzungstreffen richtet sich sowohl an Akteurinnen und Akteure der Medienbildung als auch an Akteurinnen und Akteure der Bildung, welche an der Medienbildung interessiert sind.

Am 10. Juni 2021 fand das fünfte Vernetzungstreffen Nordsachsen statt. Hier kamen sieben Akteurinnen und Akteure aus der Medienbildung des Landkreises Nordsachsen zusammen und tauschten sich zu diversen Themen der Medienbildung aus. Hier konnten die Teilnehmenden unter anderem Ihre Bedarfe und Fragen an die KSM formulieren und neue Netzwerke oder Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner finden. Außerdem konnten die Einrichtungen Ihre aktuellen Medienbildungsangebote vorstellen. Des Weiteren freuten wir uns über einen Input vom Landesfilmdienst Sachsen e. V. zum Thema der Übertragung von pädagogischer Arbeit in den »digitalen Raum«. Hier hat der Landesfilmdienst Sachsen e.V. die vielfältigen Angebote vorgestellt, welche darauf ausgerichtet sind, Fachkräfte dabei zu unterstützen Ihre Angebote ins Digitale zu übertragen.

Wie kann ich mich anmelden?

Sie wollen an den Vernetzungstreffen teilnehmen? Melden Sie sich bei der KSM: Entweder unter der Mailadresse
info@ksm-sachsen.de oder telefonisch unter 0176/16279075 bzw. 0341/35527617.

Wann die Treffen stattfinden, erscheint auch immer im Newsletter und hier in der Rubrik »Vernetzung«.

 

In folgenden Netzwerken ist die Koordinierungsstelle Medienbildung als Mitglied oder Unterstützerin präsent.

Zur Arbeit des Dresdner Netzwerkes

Das Netzwerk Medienbildung Dresden (NMBD) wurde im Januar 2012 von Akteurinnen und Akteuren der CrossMedia Tour Dresden (CMT) gegründet. Seit seiner Gründung stellt es sich den immer neuen Fragen der Medienbildung in Dresden und entwickelt Qualitätsstandards und Handlungsstrategien für die außerschulische Medienbildung. Das Netzwerk trifft sich einmal monatlich, organisiert einen fachlichen Austausch und vernetzt Akteurinnen und Akteure und Angebote.

Das Netzwerk Medienbildung Dresden wird unterstützt durch das Jugendamt und das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden. Mitte Juli 2021 wird es einen vom Netzwerk organisierten Fachtag geben. Informationen hierzu folgen. Weitere Informationen finden Sie auf www.medienbildung-dresden.de.

Das Netzwerk Medienpädagogik Sachsen ist ein offenes Fachgremium für Fachkräfte, die in der Medienpädagogik tätig sind bzw. sein wollen. Es arbeitet seit 2009 beständig und sieht sich als Sprachrohr der Medienpädagogik in Sachsen. Das Netzwerk bündelt vorhandene Ressourcen, bietet einen Informations- und Erfahrungsaustausch und leistet Lobbyarbeit auf politischer Ebene. Außerdem bietet es fachkompetente Beratung, schreibt medienpädagogische Grundpositionen weiter und vermittelt externe Anfragen an Mitglieder des Netzwerkes. Das Netzwerk Medienpädagogik Sachsen trifft sich einmal im Quartal. Weitere Informationen finden Sie unter https://medienpaedagogik-sachsen.de/.

zurück zum Seitenanfang