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Digitale Werkzeuge in der unterrichtsfreien Zeit und bei Schulschließungen

Angebote des Landes

Auszug Titelillustration SMK-Konzeption Medienbildung und Digitalisierung in der Schule © SMK

Um die sächsischen Schulen bei ihrer pädagogischen Arbeit zu unterstützen, stellt das Land eine Auswahl digitaler Werkzeuge bereit. Diese können die Kommunikation und die Zusammenarbeit der Schulgemeinschaft in der unterrichtsfreien Zeit und bei Schulschließungen erleichtern. Die zentralen Anlaufstellen sind LernSax, MeSax, OPAL-Schule und die Dienste des Sächsischen Bildungsservers (bspw. Schullogin). Informationen sind auf den folgenden Seiten zu finden:

    Informationen zum Fernunterricht und dem onlinegestützten Unterrichten

    Auszug Titelillustration SMK-Konzeption Medienbildung und Digitalisierung in der Schule © SMK

    Freistaat Sachsen

    Auf https://www.bildung.sachsen.de finden Sie weiterhin alle aktuellen Informationen.

    Häufige Fragen und Antworten zur pädagogischen Arbeit während der Schulschließungen finden Sie auf der themenübergreifenden Seite der Staatsregierung: https://www.coronavirus.sachsen.de/faq-fernunterricht-4732.html.

    Im Blog des SMK werden aktuelle Blicke in die Praxis des Unterrichtens und Lernens von zu Hause veröffentlicht: https://www.bildung.sachsen.de/blog/index.php/category/digitale-bildung/.

    pädagogisch Fragestellungen

    Hilfreiche "Anregungen und pädagogische Angebote für den onlinegestützten Unterricht während der Schulschließungen" stellen die Kollegen aus Rheinland-Pfalz zur Verfügung: https://schuleonline.bildung-rp.de/handreichung-onlinegestuetzter-unterricht.html

    Auch der deutsche Bildungsserver stellt hier Dossiers zum Thema bereit.

    Auf https://www.schultransformation.de/ bietet das Bündnis für Bildung eine Übersicht über Ressourcen für Covid-19 Schulschließungen.

    Unter der Leitung der Pädagogischen Hochschule Schwyz werden unter https://www.lernentrotzcorona.ch/ vielfältige Informationen zum Lernen trotz Corona für den deutschsprachigen Raum zusammengetragen.

    Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

    Auszug Titelillustration aus der SMK-Konzeption Medienbildung und Digitalisierung in der Schule © SMK

    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk stellt vielfältige Bildungsangebote zur Verfügung und baut diese weiter aus. Die Angebote können unterrichtsergänzend herangezogen werden. Da sie sehr breit aufgestellt sind, können hier nur beispielhafte Anregungen gegeben werden:

    • Die ARD-Mediatheken »Zu Hause lernen« und »Schule daheim« bieten eine Sammlung vieler Wissenssendungen für Kinder aller Altersstufen: »Zu Hause lernen« u. »Schule daheim«
       
    • Auf »Planet Schule« sind Materialien für das Lernen zu Hause mit verschiedenen Inhalten zu unterschiedlichen Themenbereichen und Altersstufen zu finden: »Planet Schule«
       
    • Das »Programm zum Bildungsfernsehen« bietet eine Übersicht der Tages-Angebote im Fernsehen und in der Mediathek: »Programm zum Bildungsfernsehen«
       
    •  »#GERNELERNEN« hält ein fächer- und jahrgangsübergreifendes Lern- und Bildungsangebot bereit: »#GERNELERNEN«
       
    • Das Schulprojekt »Eure Geschichte« thematisiert die DDR-Geschichte und ist für Schülerinnen und Schüler ab 9. Klassenstufe geeignet: Schulprojekt »Eure Geschichte«
       
    • »MDR-Clara« ist ein Musiknetzwerk für Kinder und Jugendliche: »MDR-Clara«
       
    • Weitere Programmangebote der ARD: »ARD-Bildungsangebote«
       
    • Weitere Programmangebote von MDR: »MDR Wissen«

    Hinweise zur elektronischen Vervielfältigung von Lernmaterialien

    Auszug Titelillustration SMK-Konzeption © SMK

    Auch in der aktuellen Ausnahmesituation sind bei der Verteilung von Lernmaterialien das Urheberrecht und die entsprechenden Nutzungsrechte zu beachten.

    Wenngleich die digitalen Vorlagen die Fotokopien in Schulen bereits Stück für Stück abgelöst haben, spielen Lehrwerke im Unterricht weiterhin eine wichtige Rolle.

    Wenn Vervielfältigungen (Kopien und Scans) von digitalen oder analogen Vorlagen angefertigt werden, sind die entsprechenden Nutzungsrechte und Regeln zu beachten. 
    Bei veröffentlichten Werken und Unterrichtsmaterialien sind das vor allem § 60a des UrhG und der sogenannte „Gesamtvertrag", in dem erlaubte Vervielfältigungen und ihre Vergütung zwischen Rechteinhabern und den Bundesländern vereinbart wurden.

    Kurz gesagt: Pro Schuljahr und Schulklasse können 15% (bei Lehrwerken jedoch max. 20 Seiten) eines veröffentlichten Werkes digital vervielfältigt und einer geschlossenen Nutzergruppe auch elektronisch zur Verfügung gestellt werden.
    Gibt ein Urheber sein Werk zur Nutzung frei, kann es entsprechend den eingeräumten Nutzungsrechten auch darüber hinaus verwendet werden.
    Gängig sind hier Lizensierungen als Creative Commons (schöpferisches Gemeingut; https://de.creativecommons.org/) und Open Educational Ressources (freie Lern- und Lehrmaterialien; https://open-educational-resources.de/).

    Urheberrechtsgesetz - § 60a Unterricht und Lehre

    (1) Zur Veranschaulichung des Unterrichts und der Lehre an Bildungseinrichtungen dürfen zu nicht kommerziellen Zwecken bis zu 15 Prozent eines veröffentlichten Werkes vervielfältigt, verbreitet, öffentlich zugänglich gemacht und in sonstiger Weise öffentlich wiedergegeben werden

    1. für Lehrende und Teilnehmer der jeweiligen Veranstaltung,
    2. für Lehrende und Prüfer an derselben Bildungseinrichtung sowie
    3. für Dritte, soweit dies der Präsentation des Unterrichts, von Unterrichts- oder Lernergebnissen an der Bildungseinrichtung dient.

    (2) Abbildungen, einzelne Beiträge aus derselben Fachzeitschrift oder wissenschaftlichen Zeitschrift, sonstige Werke geringen Umfangs und vergriffene Werke dürfen abweichend von Absatz 1 vollständig genutzt werden.

    (3) Nicht nach den Absätzen 1 und 2 erlaubt sind folgende Nutzungen:

    1. Vervielfältigung durch Aufnahme auf Bild- oder Tonträger und öffentliche Wiedergabe eines Werkes, während es öffentlich vorgetragen, aufgeführt oder vorgeführt wird,
    2. Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines Werkes, das ausschließlich für den Unterricht an Schulen geeignet, bestimmt und entsprechend gekennzeichnet ist, an Schulen sowie
    3. Vervielfältigung von grafischen Aufzeichnungen von Werken der Musik, soweit sie nicht für die öffentliche Zugänglichmachung nach den Absätzen 1 oder 2 erforderlich ist.

    (4) Bildungseinrichtungen sind frühkindliche Bildungseinrichtungen, Schulen, Hochschulen sowie Einrichtungen der Berufsbildung oder der sonstigen Aus- und Weiterbildung.

    Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__60a.html

    Gesamtvertrag

    Da die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines Werkes, das ausschließlich für den Unterricht an Schulen geeignet, bestimmt und entsprechend gekennzeichnet ist, an Schulen nicht über § 60a des UrhG gedeckt ist, haben die Bundesländer mit den Verwertungsgesellschaften WORT, Bild-Kunst und Musikedition, der Presse-Monitor GmbH und den Bildungsmedienverlagen einen so genannten „Gesamtvertrag“ – den Gesamtvertrag „Vervielfältigungen an Schulen“ vom 20. Dezember 2018 – geschlossen, um Lehrerinnen und Lehrern trotzdem Scans und Kopien aus Schulbüchern und deren Weiterleitung (Verbreitung) zu ermöglichen. Der Vertrag läuft vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2022.

    Die Regeln lauten:

    • Aus Werken zu Unterrichtszwecken dürfen maximal 15 Prozent, jedoch höchstens 20 Seiten je Werk, analog und digital vervielfältigt werden – pro Schuljahr und Schulklasse.
    • Kopien und Scans dürfen immer nur dem eigenen Unterrichtsgebrauch einer Lehrkraft, einschließlich der Unterrichtsvor- und -nachbereitung, dienen.
    • Schulbücher dürfen somit niemals vollständig kopiert oder eingescannt werden.
    • Lehrkräfte dürfen Scans digital oder als Ausdruck an ihre Schüler weitergeben. Sie dürfen sie über PCs, Tablets, Whiteboards und/oder Beamer wiedergeben und im erforderlichen Umfang speichern, wobei Zugriffe Dritter durch effektive Schutzmaßnahmen verhindert werden müssen.
      (HINWEIS: Das bedeutet, dass die Materialien nicht einfach frei auf die Schulhomepage gestellt werden dürfen. Sie dürfen hingegen bspw. über Seiten oder Dateiablagen mit auf die jeweiligen Kurs- oder Klassenteilnehmer beschränktem und gesichertem Zugang, wie etwa LernSax, OPAL-Schule, verteilt werden.)
    • Dies gilt für alle Lehrkräfte an öffentlichen (staatlichen oder kommunalen) sowie an privaten Schulen im Sinne der Schulgesetze der Länder sowie an den Schulen des Gesundheitswesens.

    Weitere Informationen zum Urheberrecht

    Weitere Informationen zum Urheberrecht finden Sie auf https://www.schule.sachsen.de/16111.htm, https://www.schule.sachsen.de/16125.htm sowie auf http://schulbuchkopie.de/.
    Das Plakat "Kopien an Schulen" finden Sie hier.

    Hinweise

    Bei einer Nutzung von Werken ist stets die Quelle anzugeben.
    Kleinere Dateien (< 2 MB) können bei begrenztem Adressatenkreis ggf. auch per Mail (LernSax, Schullogin) etc. versendet werden. Größere Daten sollten hingegen über andere Wege wie Dateiablagen und Lernplattformen geteilt werden.

    Weitere Informationen zum Einsatz digitaler Bildungsmedien

    Auszug aus Titelillustration der SMK-Konzeption Medienbildung und Digitalisierung in der Schule © SMK

    Hinweise zur Auswahl digitaler Medien und der MeSax-Mediathek finden Sie auf https://mesax.de/wws/9.php#/wws/184548.php.

    Auswahlkriterien für digitale Unterrichtsmedien

    Grundsätzlich sind
    1. Übereinstimmung mit den durch das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Verfassung des Freistaates Sachsen und das Sächsische Schulgesetz vorgegebenen Erziehungszielen,
    2. Übereinstimmung mit den Zielen und Inhalten des entsprechenden Lehrplanes sowie angemessene didaktische Aufbereitung der Stoffe,
    3. Altersgemäßheit bei der Aufbereitung der Inhalte und der sprachlichen Form,
    4. Angebot positiver Identifikationsmöglichkeiten sowohl für Mädchen als auch für Jungen,
    5. Gestaltung entsprechend der jeweiligen didaktischen Zielsetzung (u. a. Multimedialität, Interaktivität, Adaptivität),
    6. Orientierung an gesicherten Erkenntnissen der Fachwissenschaft sowie
    7. Zugänglichkeit,
    8. Werbefreiheit, 
    9. die entsprechenden Nutzungsrechte (transparente Lizenz- und Preisgestaltung),
    10. die Einhaltung des Datenschutzes sowie
    11. Vernetzbarkeit, Veränderbarkeit (Individualisierbarkeit), Teilbarkeit und Interoperabilität
    wichtige Auswahlkriterien für digitale Unterrichtsmedien (vgl. KMK-Strategie "Bildung in der digitalen Welt" Seite 31 ff. und SMK-Konzeption "Medienbildung und Digitalisierung in der Schule" Seite 28).

    Die Medienpädagogischen Zentren beraten ebenfalls zu diesen Fragen.

    24.03.2020

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